Die Schule genügt den aktuellen Anforderungen nicht mehr und platzt aus allen Nähten.

Die Anforderungen an das heutige Schulsystem sind enorm gestiegen.

Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule wird nun innerhalb einer Klasse auf drei Bildungsniveaus unterrichtet. Zudem sind innerhalb einer Klasse tatsächlich mehrere verschiedene Leistungsniveaus zu berücksichtigen. Denn die Individualität der Schüler zeigt, dass hier viel mehr Unterschieden Beachtung zu schenken ist. Nicht selten müssen auch sprachliche Barrieren überwunden werden. Hieraus ergeben sich die Herausforderungen und Chancen, die das heutige Schulsystem an alle Beteiligten stellt. Die Schule muss heute die Inklusion von Schülern mit diversen Einschränkungen berücksichtigen, dies erfordert u.a. Barrierefreiheit, die z.Zt. nicht gegeben ist. Außerdem sind neben der Lehrkraft nicht selten mind. ein oder zwei weitere Fachkräfte innerhalb eines Unterrichts anwesend.

Differenzierung, auch einzelner Schüler, ist bei diesen Unterrichtsformen unabdingbar. Die Förderung von schwächeren Schülern ist ebenso zu beachten wie höhere Anforderungen an die leistungsstärkeren Schülern. Aber mangels Räumen ist eine sinnvolle Differenzierung häufig nicht möglich. Die Mensa, in der dann mehrere Schüler aus verschiedenen Klassen sitzen, ebenso wie umgenutzte Abstellkammern hier einzubinden, ist keine Lösung!

Neben bisher nicht dagewesenen Unterrichtsfächern, wie Naturwissensschaften ab Klasse 5 und Darstellendes Spiel, für die es z.B. keine Fachräume gibt, sind selbst für die Fächer Musik, Chemie, Physik und Biologie keine bzw. völlig ungeeignete Räume vorgesehen. Vorbereitungsräume und Sammlungen, die einen interessanten und qualitativ hochwertigen Unterricht ermöglichen sollen, mussten aus der Raumnot heraus massiv verkleinert bzw. tlw ganz aufgelöst werden.

Steigende Zahlen beim Mittagessen sprengen bereits heute die Plätze in der Mensa. (ab 2025 ist durch den Gesetzgeber eine verpflichtende Ganztagsschule geplant)

Die Räumlichkeiten der „Schulmäuse“ – Schülerbetreuung vor und nach dem Unterricht für Grundschüler – sind durch immer mehr Anmeldezahlen bereits an der Belastungsgrenze. Immer mehr Räumlichkeiten, die einen zusätzlichen Nutzen, wie Schulsanis, Schülerbücherei, Büros Sozialpädagogen und Berufschoach, sind entweder mit Mehrfachnutzung versehen oder in umgenutzten Abstellkammern.

Des Weiteren ist die Vorbereitung der Lehrkräfte für einen qualitativ hochwertigen Unterricht notwendig. Da diese auch immer mehr Zeit in der Schule verbringen und sich auch hier die Anforderungen geändert haben, sind auch diesen Arbeitsplätzen und dem Lehrerzimmer mehr Beachtung zu schenken und die Unterbringung von Computerarbeitsplätzen in Besprechungsräumen (auch für Gespräche mit Eltern) weder angebracht noch sinnvoll.

Wie die steigenden, demografisch belegten, Schülerzahlen bei der aktuellen Raumsituation aufgenommen werden sollen, ist nicht klar.

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