Sanierung – Was heißt das?

Eine gute Frage! Wir wissen es aber auch nicht, denn die Gegner eines Neubaus sagen zwar, dass sie die Schule sanieren wollen. Sie erklären aber nicht, was die Sanierung denn beinhaltet.

Eine umfassende Sanierung, wie sie laut Realisierungs- und Beschaffungsvariantenvergleich von DKC notwendig wäre, kostet ähnlich viel wie ein Neubau. Trotzdem bleibt die Substanz der Schule in großen Teilen alt. Dies wird zum einen durch den o.g. Variantenvergleich und zum anderen durch die vorangegangene Einschätzung des Architekten Mumm bestätigt. Auch in den Folgejahren werden Reparatur- und Instandhaltungskosten zu Buche schlagen. Dadurch wird die Sanierung auf längere Sicht teurer als der Neubau. Diese Variante macht also wenig Sinn.

Außerdem hat jeder, der schon einmal ein altes Gebäudes saniert hat, reichlich Erfahrungen damit gemacht, dass es bei solch einem Unterfangen mit der einen oder anderen wenig erfreulichen Überraschungen zu rechnen ist – Überraschungen, die im Allgemeinen die geplanten Kosten überschreiten.

Die umfassende Sanierung wird von den Neubaugegnern aber gar nicht wirklich geplant, denn auch sie erkennen natürlich, dass das wirtschaftlicher Unfug wäre. Sie bringen stattdessen Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro oder auch 8 Millionen Euro in die Diskussion ein. Sind denn nun 8 oder 15 Millionen Euro vorgesehen und was soll mit diesen Summen realisiert werden? Das wird den Bürgern nicht gesagt.

Die Sanierung des Hauptgebäudes? Abriss und Neubau des Pavillontraktes? Von allem ein bisschen? Und in welchem Zeitrahmen? Damit ist kein Problem umfassend gelöst! Große Teile der Schule würden alt bleiben. Es wären auch in Zukunft unberechenbare Kosten für Reparaturen und Instandhaltung zu erwarten. Das Raumproblem würde nur zum Teil gelöst. Moderne pädagogische Konzepte, die unsere Kinder auf die sich immer schneller verändernde Zukunft vorbereiten, könnten nur teilweise umgesetzt werden – wenn überhaupt.

Dass eine Sanierung auch in die totale Katastrophe führen kann, zeigt das Beispiel des Michelberg-Gymnasiums in Geislingen an der Steige. Der Schule droht das Aus, weil die Sanierungskosten viel höher wurden als erwartet und weil während der Sanierung immer mehr Mängel entdeckt wurden. (Heidenheimer Zeitung, 31.01.2020)

Wir sind überzeugt: Sanierung bedeutet in diesem Fall Geld verschwenden; denn man darf nicht nur auf das gucken, was der Neubau kostet, man muss auch darauf gucken, was es kostet, wenn wir nicht neu bauen!

Neubau bedeutet eine langfristige Investition in die Zukunft.

Darum beim Bürgerentscheid mit stimmen!