Wie viele Schüler in Flintbek zur Schule gehen und woher sie kommen, bestimmen nicht wir.

Laut Schulgesetz SH haben Sorgeberechtigte für ihre Kinder die freie Schulwahl. Das bedeutet, dass man sein Kind an einer Schule der eigenen Wahl anmelden kann. Entfernungen oder Begabungen spielen dabei nur geringfügig eine Rolle. Ausnahmen gibt es hier für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Schule muss die angemeldeten Kinder aufnehmen, wenn Kapazitäten zur Verfügung stehen. Diese sind für unsere Schule in der Sekundarstufe (Kl. 5-10) durch das Schulamt begrenzt worden. Die Obergrenze liegt hier bei drei Klassen pro Jahrgang mit maximal 25 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Eine geringere Zahl von Klassen ist ausdrücklich nicht gewünscht, weil damit die Möglichkeiten der Differenzierung und Wahl bei WPU-Angeboten eingeschränkt wären. Dies hätte zur Folge, dass die Fächervielfalt und Unterrichtsqualität leiden würde (z.B. kein Zustandekommen vom Französisch- oder NaWi-Angebot, Fachkräfteschlüssel).

Wenn mehr Kinder als nach Kapazitätsvorgabe angemeldet werden, kann die Schule auch Kinder ablehnen, die z.B. nicht aus Flintbek sind. Sonst geht das nach Gesetzeslage nicht! Dieses wird aber bei den Schülern schwierig, die im laufenden Schuljahr erfahrungsgemäß quer durch alle Jahrgänge von den Gymnasien in unsere Gemeinschaftsschule wechseln – die Kapazitäten sind dann häufig schon erschöpft.

Für jedes Kind, das aus einer anderen Gemeinde kommt, muss die Wohngemeinde des Kindes an Flintbek Schulkostenbeiträge zahlen. Das gilt umgekehrt auch für jeden Flintbeker Schüler, der in einer anderen Gemeinde die dortige Schule besucht. Das sind erhebliche Ausgaben bzw. Einnahmen der Gemeinde.

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